Namaste Bitches!

In den letzten Wochen schenkten wir Euch auf iBuddhismus eine regelrechte Explosion von heftigen Ansagen, Eros-Schüben und brachialer Wortgewalt.

Warum? Warum diese Heftigkeit? Warum nicht das Mittelmaß? Warum nicht einfach mehr Liebe?

Nun, es ist eine Tatsache, dass eine Schieflage dadurch korrektiert wird, indem ein Gegengewicht auf die andere Seite platziert wird, damit die universelle Balance, der innere Frieden wieder hergestellt werden kann,

Und der Geist in der spirituellen Szene ist in einem Ungleichgewicht. Definitiv. Der Geist der spirituellen Szene hat das Maß der Mitte verloren und ist unverhältnismäßig in den Bereich von Agape gerutscht, einer pathologischen Agape, die wir nicht mehr so akzeptieren können.

Was meine ich mit Eros und Agape?

Wir können uns die kosmische Evolution als einen göttlichen Impuls vorstellen der aus zwei Energien besteht - Eros und Agape.

Eros ist der radikal nach vorne strebende, niemals ruhende sich immer weiter entwickelnde Aspekt des Göttlichen. Es ist die Faust Brahmas, die durch das Weltall schlägt um neue Welten zu erschaffen. Es ist die Faust Vishnus, die eine unfassbare materielle Komplexität entstehen lässt, in der die geistigen Wesen den Weg des Erwachens erfahren können. Es ist die Faust Shivas, das Feuerrad des Nataraj, welches zerstört und zerstört und zerstört um neuen fruchtbaren Boden zu schaffen für neue Welten.

Eine Welt voller Eros wäre selbstredend eine furchtbare Welt. Es wäre eine Welt ohne Menschlichkeit, es wäre eine Welt in der die Menschen vergessen hätten, dass ein zartes und fürsorgliche Herz in ihrer Brust schlägt.

Und eben deshalb besteht die kosmische Evolution aus Eros und Agape - und Agape ist dieses pochende, mitfühlende Herz des Universums, das in jeder Brust eines jeden fühlenden Wesens schlägt.
Agape ist die Umarmung, ist die mitfühlende Liebe, das fürsorgliche Dienen.  Agape ist die Ankunft des Frühlings, das zarte neue Leben, welches umsorgt und behütet wird.

Und stellen wir uns eine Welt vor, in der es nur Agape gäbe: auch diese Welt wäre an Grausamkeit nicht zu überbieten. Es wäre eine Welt, in der jegliche Höher- und Weiterentwicklung negiert werden würde. Es wäre eine Welt in der nur das symbiotische Miteinander Gültigkeit besäße, es wäre eine Welt in der die Menschen verweichlicht und schwach auf Wiesen sitzen würden, um den Gott der Fruchtbarkeit anzubeten. Wir würden vergessen, wer wir sind und wohin wir gehen wollen. 

Wir sehen also: die kosmische Evolution besteht immer aus Drang und Umarmung, immer aus Vorwärtsstreben und Miteinander, immer aus radikaler Höherentwicklung und liebevollstem beschützt werden.

Seien wir konkret: Die spirituelle Szene hat sich in den letzten Jahrzehnten pathologisch verändert. Der Eros Aspekt ist nahezu zum erliegen gekommen. Stattdessen hat sich das kollektive Ego den Agape-Aspekt gegriffen, als willkommene Gelegenheit, um nicht durchschaut und demaskiert zu werden.

Das kollektive Ego hat sich Agape ergriffen um in einer pseudo-harmonischen, pseudo-fürsorglichen Landschaft so tun zu können, als wäre die Essenz der Spiritualität nicht viel mehr als das strahlende, alles umarmende Herz. Als gäbe es weder Radikalität, noch Vorwärtsdrang, noch brachiale Entschlusskraft, um den Dämonen auf dem geistigen Weg begegnen zu können. Als wäre Wachstum ein Akt ohne Schmerzen und Leid. 

Unsere Aktionen auf iBuddhismus haben in den letzten Wochen ein Gegenwicht zu dieser Tatsache gebildet. Und es ist erstaunlich zu sehen, wie Menschen darauf reagieren, wenn ihnen der blanke Eros, die radikale Entschlossenheit alles zu vernichten was der Weiterentwicklung entgegensteht, nahe gebracht wird. Da war Angst, Entsetzen, Wut, Abscheu, Groll und Distanz. Heftige Nachrichten wurden uns geschrieben und viele Menschen berichteten von ihrer Verwirrung.

Schaut: Diese Gefühle sind reine Projektion - sind Projektion eines kollektiven Egos, welches sich nicht weiter bewegen möchte. Welches in einer falschen Lieblichkeit verharren möchte. Welches darauf beharrt, die Verpackung als Essenz der Spiritualität zu leben und es verweigert konsequent in die Tiefe zu gehen.

iBuddhismus steht konsequent für den wahrhaftigen Prozess der komischen Evolution. Wir werden alles dafür geben, um neue Landschaften und Welten zu erschließen, wir werden Werkzeuge des Göttlichen sein und unermüdlich experimentieren und unsere höchsten Eisnichten in die Tat umsetzen.

Dafür leben wir, dafür kämpfen wir.


Namáste bitches!


Der GEIST in Deinem Herzen - das bist Du

Die Spiritualität der Gegenwart ist vor allem eines: weich und emotional. Sie ist nicht auf Wachstum angelegt, sondern stagniert im lauwarmen Bad romantischer Gefühle.
Die Spiritualität der Gegenwart ist korrumpiert von Ego und Verstand, durchdrungen von Narzissmus und Eitelkeit. Sie ist wunderbar in den kulturellen Mainstream integriert, eine oberflächliche Maschinerie von Protz und Pomp um kindliche Bedürfnisse zu stillen.

Die Spiritualität der Gegenwart findet in den Köpfen selbstzentrierter Menschen statt - sie leuchtet in fahlen Neonfarben auf Facebook. Sie suhlt sich in glänzenden YogaBlogs und verkauft ihre Seele in Thalia Buchläden. Sie ist eine Schande für den GEIST. Ja, sie hat sich dem GEIST abgewandt, um sich dem evolutionären Impuls von Wachstum und grundlegender Liebe endgültig zu verschließen.

So viele Gruppen und Institutionen wurden in den letzten Jahren vom lauen Wahn der Mittelmäßigkeit befallen, korrumpiert und zersetzt. Integrale, antroposophische, evolutionäre und spirituelle Gruppen. So viele Menschen und Gemeinschaften zogen einst aus, um dem GEIST ein Gefäß zu sein, sie fühlten sich berufen, das Gute, Wahre und Schöne in die Welt zu bringen. Sie fühlten sich berufen, den Unterschied auszumachen in einer Welt, die auf Gleichgschaltung der Gefühle pocht.
Doch heute gieren diese Gemeisnchaften einzig nach Sicherheit und Nestwärme - mit einem dualistischen Mind wollen sie das Nonduale erklären. Im grünen Gewand der Postmoderne gekleidet, haben sie sich in vorwurfsvollen Gefühlen und einseitigen Debatten verloren.

Und nicht der hat das Recht, in diesen fahlen spirituellen Gemeinschaften der Gegenwart, der am weitesten schaut, am tiefsten fällt, am höchsten denkt. Nein! Das Recht hat derjenige, der sich als Opfer fühlt, der seine Wunde zeigen kann und voller Vorwurf auf die Ungerechtigkeit weist, die ihm widerfahren ist.
Denn das Gefühl ist der wahre Herrscher dieser Spiritualität der Gegenwart. Und die Königin des Gefühls ist das Opfertun - der Glaube daran, irgend jemand anders als man selbst habe einem Unrecht zugefügt. Irgend jemand anders als man selbst habe die Verantwortung zu übernehmen.


Und jetzt?

Jetzt ist es an der Zeit, wieder einen Unterscheid auszumachen in dieser Welt. Es ist an der Zeit für den GEIST einzustehen - auf dass wir selbst zum GEISTE werden. Denn nichts weniger verlangt Deine Seele: dass Du all Deinen Mut aufbringst und Dein falsches Ich dem Höchsten opferst. Kannst Du das sehen?

Kannst Du erkennen, wie unglaublich zäh dieses kleine Ich an Deiner wahren Größe und Herrlichkeit klebt? Wie es dich anfleht, im Raum der Mittelmäßigkeit zu bleiben. Wie es bittet und bettelt, fleht und droht, damit Du ja nicht auf den Gedanken kommst, es zu durchschauen und loszulassen. 


Heute ist es an der Zeit, sich zu entscheiden. Lebst Du ein Leben im authentischen Selbst? In wahrer Fülle und Größe? Oder beharrst Du darauf, ein Spielball des Lebens zu sein und verirrst Dich im Wahn Deines Mind, der Dir wie ein kleiner Dämon ins Ohr flüstert, wie klein und bedürftig Du doch bist?

Willst Du zu dem erwachen der Du bist und der alles umfasst? Der ein Licht ist für die, die nachfolgen werden? Wirst Du zu edler Größe und Wahrheit auferstehen?

Ich glaube an Dich, Mensch. Ich glaube an Deine Herrlichkeit, Deinen Stolz und Deine Demut. Ich glaube daran, dass Du ein Diener des GEISTES bist und dass du uns alle überraschen wirst. 

Ich liebe Dich, Mensch.

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