iGlück


Eines scheint klar zu sein - wir wünschen uns glücklich zu sein. Der Dalai Lama rät uns in dieser Angelegenheit, diesen Wunsch ernst zu nehmen und zu akzeptieren.


Nun geht es also darum, die Voraussetzungen für unser Glück zu schaffen. Wie schaffen wir das?

Aus einer ganzheitlich-buddhistischen Perspektive heraus, gibt es dafür 4 Prinzipien:




1) Die Glücksarbeit in uns: Durch Meditation schaffen wir uns einen ruhigen und klaren Geist, der auch in turbulenten Zeiten den Überblick behält. Meditation schafft auch in uns eine innere Stabilität - und diese ist sehr wichtig, da innere Arbeit auch bedeutet, sich mit den "Schatten" in uns zu beschäftigen: All die verdrängten und ungelebten Anteile unserer Selbst wollen entdeckt und transformiert werden, denn es sind die inneren Dämonen die uns das Leben schwer machen und wahres Glück verhindern. Finde also deinen Schatten und du findest dein Licht.

2) Die Glücksarbeit an uns: Ein gesunder Körper erleichtert uns den Zugang zu unserem Glück - wenn wir uns vital und lebendig fühlen, überträgt sich dies direkt auf unseren Geist. Ein Körper möchte gesund genährt und liebevoll bewegt werden.
Ein weiterer Punkt ist unser Verhalten: Was sind meine ethischen Richtlinien, die mir Halt und Sicherheit geben in unsicheren Zeiten? Ein ethisches Leben ist eine Voraussetzung für Glück, da wir so lernen, uns und anderen nicht zu schaden und stattdessen heilsam Handeln.
Kompetenzen sind ebenfalls bedeutsam in der Glücksarbeit an uns: Wenn ich weiß was ich will, kann geht es auch darum, die Dinge zu lernen, die dafür notwendig sind. Wenn man ein Auto reparieren möchte, muss man eben lernen, wie man ein Auto repariert. Und wenn man das Glück erfahren möchte, muss man eben die Dinge lernen, die dazu führen (wie Meditation, Schattenarbeit und gelebte Ethik). Die buddhistischen Schriften können uns da sehr weiterhelfen, ebenso psychlogische und philosophische Aspekte.

3) Die Glücksarbeit mit anderen: Wir leben nicht allein. Ständig und überall sind wir eingebettet in kulturelle Kontexte. Und diese beeinflussen uns massiv. Die psychische Verfassung deines Gegenübers hat enorme Auswirkungen auf deine Stimmung. Probier es aus: Halte dich einen Tag lang in der Gegenwart eines spirituellen Meisters auf und schaue, wie du dich am Abend fühlst. Das Ganze wiederhole mit einem depressiven Menschen. Du wirst den Unterschied deutlich wahrnehmen.
Es geht also darum, Gemeinschaften und Netzwerke zu finden und zu gestalten, in denen gemeinsame Ziele verwirklicht werden. Diese Gemeinschaften werden dir Schutz und Raum geben, deine inneren Qualitäten zu entdecken und zu entfalten.

4) Die Glücksarbeit in der Welt: Als nächsten Schritt ist es dann unabdingbar, der Welt zu dienen. Denn wenn uns nichts mehr als die äußeren Umstände beeinflusst, müssen wir das Außen zu einem glücklichen Ort gestalten: Denn wie kannst du dich in deinem Weltenhaus wohlfühlen, wenn es brennt?
Viele Dinge laufen gerade auf einen kritischen Punkt zu, ja, die Welt ist in Aufruhr und Chaos. Dies bietet uns nun die Chance, eine bessere und nachhaltigere Welt zu schaffen. Sei also die Veränderung, die du dir wünschst.

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