Mein innerer Guru - ein spirituelles Coaching

In der letzten Woche plagten mich einige Geschehnisse. Ein persönliches Zerwürfnis mit einem alten Bekannten, berufliche Neuorientierungen und eine fehlende Anbindung an eine Gruppe Gleichgesinnter nagten an mir. Zeit für ein Coaching also!

Nachdem mein Coach nun eine zeitlang meinen inneren Herausforderungen lauschte, sagte sie, dass sie zwar jetzt ein paar schöne Visualisierungen machen oder ein paar Meridiane glatt streichen könnte, sie aber nicht der Meinung sei, dass es heute darum geht, das schnelle Glück zu finden. Vielmehr sei es vielleicht spannender mal wieder in die Tiefe zu gehen und zu erkennen, um was es eigentlich geht. Schön.

Mein Coach fragte, ob ich all die Schwierigkeiten und Herausforderungen in meinem Leben als Figur oder Symbol sehen könnte. "Wenn sich dein schweres Gefühl, dass sich seit Tagen begleitet, materialisieren könnte, wie würde es aussehen?" fragte sie mich.
Nach einer Weile konnte ich deutlich einen Sensenmann sehen, etwa zwei Meter groß, in einen schwarzen Umhang gekleidet, der rechts neben mir stand. Unter seiner Kapuze war eine schwarze Leere zu sehen. "Wie groß ist die Akzeptanz zu diesem Sensenmann?" fragte mich mein Coach. "Definitiv 0 %", sagte ich.

"Kannst du Kontakt mit ihm aufnehmen?" wurde ich gefragt. Aus den Augenwinkeln nahm ich den unheimlichen Sensenmann war und sprach ihn an. Der Kontakt war möglich. "Frag ihn doch, um was es sich bei deinem persönlichen Zerwürfnis auf sich hat und warum du dieses Gefühl mit dir herum trägst."

"Es geht nicht um die Geschehnisse in der Welt", meinte mein dunkler Begleiter, "sondern darauf wie du reagierst. Es geht um dein Gefühl von Schuld und Ohnmacht und wie du damit umgehst. Seit deiner Kindheit fühlst du dich schuldig und reagierst voller Ohnmacht, wenn du auf herausfordernde Situationen triffst oder wenn Dinge andere Menschen vielleicht verletzen. Ich schenke dir diese Herausforderungen, damit du an deinen Kern gelangen kannst - und ihn erkennst und transformierst."
Mein Coach fragt mich, wie es um die Akzeptanz des Sensenmann steht. Ist die Ablehnung noch immer so stark?

Kaum lausche ich in mich hinein um die Antwort auf diese Frage zu finden, passiert etwas erstaunliches: Vor meinen Augen verwandelt sich der dunkle Sensenmann in einen leuchtenden Bodhisattva. Die Grüne Tara steht nun neben mir und eine Woge der Dankbarkeit und Verbundenheit überschwemmt mich. Deutlich sehe ich, dass es immer mein Bodhisattva ist, der mich begleitet - und das in der genau passenden Form die ich benötige, um mich weiter zu entwickeln. Der dunkle Tod und die liebende Tara sind eins.

Ich frage Tara, wie ich mich denn weiter entwickeln kann. Statt einer Antwort schenkt sie mir Bilder, die sich deutlich vor mir auftun. Ich sehe mich als Kind und als Jugendlicher und durchlaufe verschiedene Lebensphasen. Ich erkenne, dass ich mit jeder neuen Lebensphase lichter und weiter geworden bin und dass gerade wieder ein neuer Schritt ansteht, durch den ich noch mehr im Sein verankert bin, noch weiter werden. Ich sehe die Zukunft und wie es Schritt für Schritt - mit jeder neuen Entwicklungsstufe - dem Licht entgegen geht. Es ist nichts zu tun - ich sorge lediglich dafür, die Steine aus dem Weg zu räumen, die meiner Entfaltung im Wege stehen. Alles andere geschieht einfach. Das Wunder der Evolution. Karma. Das Wunder des Lebens.

In tiefer Verbundenheit erlebe ich die Präsenz der Grünen Tara. Die Bodhisattvas sind immer bei uns. Wenn wir uns ihnen öffnen, erleben wir das Wunder der Gnade und das Geschenk ihrer Präsenz. Danke Tara. Danke mein Coach. Danke.


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Kommentare:

  1. Lieber Joachim,

    danke, danke, danke! Es berührt mich sehr, was du hier immer wieder mit uns teilst - und dieses so sehr, dass ich dir das sagen mag.

    Anja

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  2. und danke dir, dass du uns teilhaben lässt an diesem Gnadenmoment.

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