Thich Nhat Hanh und das brennende London

Auf dem letzten Retreat in Deutschlang gab der Zen-Meister Thich Nhat Hanh uns die Gelegenheit einige Fragen zu stellen. Eine Frau kam nach vorne und erzählte von ihrem Ungeziefer in der Küche. Sie fragte, ob es in Ordnung wäre, wenn sie das Ungeziefer töten würde, da es in der Küche nichts zu suchen hatte. Da es zudem eine öffentliche Küche war, unterlag diese strengen Gesundheitsauflagen.
Thich Nhat Hanh antwortete darauf, dass es besser wäre, die Bedingungen zu ändern, die zu dem Ungeziefer in der Küche führten.

Heute erlebe ich, wie die Unruhen in London dazu führen, dass nach der Polizei gerufen wird. "Wo ist denn die Polizei und erledigt dieses Ungeziefer?" ist der Ruf so mancher empörten Bürger.

Wenn wir nicht wollen, dass unsere Städte in Flammen aufgehen, müssen wir die Bedingungen dafür legen, damit wir in friedlichen und sauberen Städten leben können: Werden alle Mitbürger in das Stadtgeschehen integriert? Gibt es Zonen der Armut und der Bildungsferne? Gibt es eklatante soziale Ungerechtigkeiten?

Wenn wir nicht wollen, dass unsere Städte in Flammen aufgehen, dann sollte London uns eine Warnung sein: Die Zeiten ändern sich und wenn wir und unsere Gesellschaft so weitermachen, werden auch wir vielleicht erleben, wie unser Haus in Flammen aufgeht.


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1 Kommentar:

  1. Recht so!

    Bei einer Turbulenz nie an der Turbulenz arbeiten- immer zur Quellmündung gehen und dort einen Kiesel umsetzen Dann ändert sich der Flusslauf von selbst.

    Wenn es wahr ist, dass alles, was in der Welt ist, unsere Projektion ist, bedeutet es, den Terroristen wieder nach Hause zu lieben. Das Ende wird sein, dass ich Niemanden "da draussen" mehr benutze, um mich zu unterscheiden. Sondern, um mich zu verbinden. Dann haben wir die Welt, von der Sie sprechen.

    Und drittens: Sehe ich auch so. Es ist gut, frühzeitig zu sehen, was näherkommt- und es zu bearbeiten, bevor es einem auf dem Schoss sitzt!

    Guter Blogpost!

    Herzlich-
    Lauretta Hickman

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