Zwei kurzen Fragen über das gute Leben

von Sebastian Gronbach


1. Wie oft ist es Dir passiert, dass Du stundenlang bei Facebook, youtube oder Spiegel online (über den anderen Kram reden wir jetzt mal nicht) warst und danach erfrischt, voller Power gesagt hast: „Himmel, was für eine erfülle Lebenszeit – jetzt geht’s mir wieder gut und ich bin im Einklang mit mir selbst!“

2. Wie oft ist es Dir passiert, dass Du ein paar Stunden in der Natur warst – einfach spazieren, wandern, mit dem Rad oder joggend. Und danach bist Du zur Tür reingekommen, hast Dich matt und dumpf hingesetzt und gesagt: „Oh nää – was für eine affige Zeitverschwendung...ich wäre besser Zuhause geblieben. Ich merke, wie mir Bewegung, frische Luft und Natur schadet.“

Wenn ich Dich für das gute Leben begeistern will, dann will ich Dich für das einfache Leben begeistern. Mal ehrlich: Wieviel von unserer Traurigkeit, unseren Ängsten und Versagen, hat wirklich mit verdrehten esoterischen Mysterien zu tun? Und wieviel wenden wir sofort zum Guten, wenn wir uns mit Menschen umgeben, die vertrauenswürdig & wohlgesonnen sind?

Wieviel wenden wir sofort zum Guten, wenn wir unsere Gebete & Mantren sprechen und in der Stille meditieren? Wenn wir das gesunde Essen dem ungesunden Fraß vorziehen (streite nicht mir über gesundes Essen – jeder weiss, was gesund ist und was nicht). Wieviel wenden wir sofort zum Guten (für uns und alle), wenn wir den Arsch nicht nur irgendwie bewegen, sondern in die Richtung, wo Menschen, Tiere und Orte sind, die uns in dem bestärken, was unsere wahre Natur ist: Glücklich sein.



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