Das Geheimnis der Hingabe


Es gibt zwei Dinge in unserem Leben, die nicht zusammengehen. Das eine ist das „ich“, das andere „Hingabe“. 

„Ich“ und „Hingabe“ passen nicht zusammen. „Ich“ kann mich nicht hingeben. „Hingabe“ ist keine Technik, die „ich“ ausführen kann. Solange „ich“ da bin, gibt es keine „Hingabe“.

Hingabe entsteht, wenn "ich" nicht mehr da bin. So einfach ist das. So schwierig ist das. Denn es ist das „ich“, das Hingabe lernen möchte. „Wie kann ich lernen, mich hinzugeben?“ ist eine Frage, die häufig spirituellen Lehrern und Lehrerinnen gestellt wird.

Der Punkt ist: „Ich“ selbst bin das Hindernis. Solange „ich“ da bin, gibt es keine Hingabe. Und sobald „ich“ verschwunden bin, ist Hingabe da. Zu 100%.

Es macht also keinen Sinn, wenn „ich“ meditiere, oder Yoga praktiziere, oder nach Indien reise, mich zu den Füßen eines Gurus setze. Es macht keinen Sinn, wenn „ich“ meine Familie verlasse, um mein Glück bei einer erwachten Person zu finden. Es macht keinen Sinn, wenn „ich“ den Weg des Erwachens gehe. Das ist wirklich alles vergebliche Liebesmühe. Noch kein einziger ist erwacht, dessen „ich“ den spirituellen Weg gegangen ist.

„Wenn du dich hingibst, wirst du zum Tal. In einem solchen Menschen beginnt sich die ganze Schöpfung zu ergießen, von allen Seiten her. Er ist reinstes Vakuum, nur ein Abgrund, eine Schlucht, bodenlos. 
Als ein Ego bist du ein Gipfel. Ego bedeutet, dass du über allen anderen steht: Du bist jemand. Ob die anderen dich anerkennen oder nicht, das steht auf einem anderen Blatt. Du jedenfalls weißt, dass du über allen anderen stehst. Du bist wie ein Gipfel: Nichts reicht an dich heran.“ Osho


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