Gott


In meiner Welt ist Gott die Manifestation aller Phänomene. Gott begann - vor rund 14 Milliarden Jahren - sich im Urknall zu offenbaren. Seitdem wächst er ständig zu immer komplexer werdenden Formen heran: Angefangen von Fels und Feuer, über Schlamm, Wasser und Algen, bis hin zu Pflanzen, Tieren und Menschen: Gott entwickelt sich unentwegt und entschlossen.

Die Schöpfung ist dabei weder gut noch schlecht. Sie ist ein evolutionärer Prozess zu immer mehr Freiheit, Wille und Bewusstsein. Sie ist.

Es gibt somit buchstäblich nichts anderes auf dieser Welt außer Gott. Und dies ist deine ungeheure Entdeckung: Alles was du denkst, siehst, fühlst und erlebst... ist Gott. Der Impuls in dir, in die Welt zu gehen, sie zu entdecken und zu einem besseren Ort zu machen... ist Gott. Der Terrorist, der der Welt unermessliches Leid zufügt... ist Gott. Der Papst ist Gott. 

Heute - an der Schwelle, an der wir Menschen zwischen Tier und klarem Bewusstsein stehen, erkennen immer mehr fühlende Wesen, dass sie längst das sind, wonach sie suchen. 

Denn es gibt keinen Gott außerhalb von dir. Du selbst bist der Träger der Geschichte. Du selbst bist das kosmische Antlitz dieser Erde.

„Wir sollten endlich zugeben, dass der Gott, den eine abgelebte Menschheit über den Wolken wähnte, in unserem Herzen, in unserem Geist wohnt. Er hat sich in voller Selbstentäußerung ganz in die Menschheit ausgegossen. Er ist in die Welt aufgegangen. Indem er den Menschen seine ganze Wesenheit eingepflanzt hat, hat er seine eigene Existenz aufgegeben. Es gibt einen ‚Gott in der Geschichte' nicht; er hat aufgehört zu sein um der Freiheit der Menschen willen, um der Göttlichkeit der Welt willen.“ 
Rudolf Steiner 

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