Ein Licht am Wegesrand sein

von Claude AnShin Thomas

Ich sehe Buddha in jedem Ort, in allem und überall. Und ich sehe jeden Ort als Meditationshalle an. Da mir dieses Geschenk, diese Gelegenheit gegeben wurde, fühle ich die Verpflichtung, es mit anderen zu teilen, ihnen, so gut ich kann, zu Diensten zu sein. Wenn ich mein Leben nutzen kann, um für andere ein Licht am Wegesrand zu sein, dann wurde ich dafür geboren, das zu tun. Das ist der Grund für meine Existenz.

Ich fühle mich stets unzulänglich, in welchen Umständen auch immer ich mich befinde. Doch trotz aller Zweifel mache ich weiter, weil ich höre und sehe, dass meine Aktivitäten etwas bewirken, es passiert etwas, etwas Positives für die Menschen. Einige werden dazu ermutigt, etwas zu verändern. Also mache ich einfach weiter damit.

Mein Leben ist dem Erwachen gewidmet, aber ich habe keine Ahnung was es bedeutet. Mein Leben ist dem Ziel gewidmet, alle Kriege während meiner Lebenszeit zu beenden, in meiner Lebenszeit alles Leiden zu einem Ende zu bringen. Dem fühle ich mich verpflichtet. Dabei verstehe ich, dass die Wurzeln des Krieges, der Gewalt und des Leidens in mir selbst existieren. Wenn diese Wurzeln in mir transformiert werden, dann wird die Familie transformiert, die Gesellschaft, die Kultur und die Welt.

Ich habe erkannt, dass die Welt und das Selbst keine zwei voneinander getrennte Dinge sind. Ich bin nicht ungeduldig. Nun ja, ein bisschen schon, ich hätte gerne, dass alles schon beendet wäre, aber meine Ungeduld entscheidet nicht für mich. Ich tue also, was ich tue, auf der Grundlage dieser Verpflichtungen, ohne Erwartungen an das Resultat.

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