Fight for our right

Erwartungsgemäß erregte mein letzter iBuddhismus-Beitrag einige Gemüter. Erboste Gemüter schrieben mir, ob denn der Buddha so gehandelt hätte. Ob also der Erwachte solche Worte von sich gegeben hätte. Und überhaupt! Als ich beispielsweise an anderer Stelle davon sprach, globale Verantwortung zu übernehmen, um diesem IS-Wahnsinn ein Ende zu bereiten, legte man mir nahe, mich vom Buddhismus zu distanzieren, denn die Bereitschaft zu töten, könne nun wahrlich nicht mit der Lehre des Erleuchteten in Einklang stehen.

Ich formuliere es heute mal so: Genau das ist der postmoderne Irrsinn, von dem ich hier so oft spreche. Es ist die Vorstellung nämlich, alles müsste mit diesem gütigen und ewig lächelnden Blick geschehen. Als wäre nur das weiblich Zarte und Mitfühlende erlaubt. Und alles Laute, maskuline und klar Benennende sei als Störenfried der heiligen Ordnung zu betrachten. Als Entweihung des Tempels.
So als wäre der Buddha selbst, lediglich ein zartes, feminines Wesen gewesen. Der mit dünner und flüsternder Stimme seine Predigt der Liebe und des Mitgefühls lehrte. Was für ein Unfug!

Buddha - wie Jesus - waren energische Männer. Sie vertraten klar und bestimmt ihre Meinung und besaßen keine Scheu davor, auch in schwierigen und gefährlichen Situationen wie ein Fels dazustehen. Einzustehen für die Freiheit. Und so verwundert es nicht, einen Jesus zu hören, der offen andere Menschen als "Schlangen und Otternbrut" beschimpfte, die den heiligen Willen Gottes entweihten.
Und auch der Buddhismus kennt die "zornvollen Gottheiten", die mit brachialer Kraft und Gewalt andere Dinge und Wesen zerstören, falls diese die heilige Ordnung bedrohen. Heilige Gewalt ist keinem Mystiker fremd. Denn es ist die Motivation die zählt, so lehrt es der Buddha. Es zählt der freie und mitfühlende Geist, der sich in der Welt manifestiert. 

Denn es gibt meiner Ansicht nach, nichts entmutigenderes zu sehen, als wenn sich kraftvolle und energiegeladene Männer durch die falsche Schlange der postmodernen Spiritualität in unsichere und verschämte Jungs verwandeln, die sich blind verlieren, im weiten Sumpf ihrer bittersüßen Emotionalität.

Denn Männer: Behaltet Eure Kraft und Eure Stärke. Seid energisch, wenn es vonnöten ist. Seid impulsiv, wenn es die Situation erfordert. Seid Liebhaber mit gewaltiger Potenz und Stehvermögen. Und ja! Seid gewaltvoll, wenn es das Leben anderer Wesen zu beschützen gilt. Das ist der Weg.

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1 Kommentar:

  1. Absolut! Mitgefühl & Weisheit bedeuten auch genauso energisch wie nötig auf Entwicklungen zu reagieren die eben nicht zum Wohle aller Wesen sind.

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